Donnerstag, 1. Juni 2017

Montag, 29. Mai 2017

betteln um einen Rollstuhl.

Ich bin so wütend. So unendlich wütend, ich muss jetzt etwas los werden. Eigentlich sollte ich lernen und ich wollte zudem kurz vor der Buchveröffentlichung nur "gute" Posts machen und mich so für eventuelle neue Leser von meiner besseren Seite zeigen. Aber das Leben ist kein Ponyhof, vor allem nicht im Rollstuhl und hier kommt das wahre Leben:

Seit vier Jahren. VIER JAHREN, nicht Monate, nicht Wochen nicht Tage, seit 4 Jahren! kämpfe ich um einen Rollstuhl. Ein Rollstuhl von der Kasse, der mir passt.
Die Kasse kann hierfür überhaupt gar nichts. Ok vielleicht soviel, dass sie mich nicht mein Sanitätshaus nach wunsch (Rolliworld!) aufsuchen lassen und nur das nötigste an Rollstuhl bewilligen. Aber damit käme ich klar. Mit dem nötigsten! Ein an mich angepasster Rollstuhl, oder ein besserer Rollstuhl, der mehr aushalten würde, käme wäre deutlich besser für meine Gesundheit, meine Mobilität. Aber gut. Ein nicht ganz so hochwertiger, gut angepasster (!) Rollstuhl, ist besser als der teuerste Rollstuhl, der dann nicht passt.
Und einen solchen passenden Rollstuhl habe ich. Angepasst von Rolliworld und gezahlt von meinem Geld. 2.500€. Den für mein Handbike (7500€, auch eigene Anschaffung, nur möglich durch Spendengelder) brauchte ich diesen. Und die Kasse hat den nicht gezahlt. Nun bringt ein Handbike ohne Rollstuhl nichts. Also haben wir ihn gezahlt. Und ich bin so glücklich mit dem. Der passt. Ich fühle mih wohl darin. Es ist wie laufen. Nach drei Jahren hat auch der langsam erste Abnutzungsschäden. Der Rücken hängt durch, die Bremsen werden locker, die Reifen verlieren an Grip und so weiter. Aber er ist noch immer hundert Mal besser, als das andere Problem, das ich hier zu Hause rumstehen hab. Und jetzt komm ich langsam zum eigentlichen Thema:
Ich habe einen Rollstuhl von der Kasse. Das gleiche Modell wie mein schwarzer Rollstuhl, nur zum Falten und in weiß. Und mit dem Kämpfe ich seit 3 Jahren (davor waren es noch paar andere Rollstühle, die ich hatte, um die gekämpft wurde, bis ich schließlich den hier bekommen hatte) seit drei Jahren ist dieses ************************************* Sanitätshaus nicht in der Lage mir diesen *************************** Rollstuhl anzupassen.
Wo geht das Geld hin? Zu unfähigen Sanitätshäusern, die mächtig abkassieren, für NICHTS. WARUM kann ich nicht einfach zu Rolliworld, mir da einen Stuhl anpassen lassen, von der Kasse bekommen. 3 Monate höchstens und die Sache wäre gelaufen. Ohne ständige Nachbesserungen. Ich brauche diesen Rollstuhl! Ich hab es mir nicht ausgesucht, aber jetzt bin ich darauf angewiesen. Ginge es nach dem Sanitätshaus und hätte ich meinen anderen Rollstuhl nicht, läge ich nun seit 3 Jahren im Bett. Ich weiß nicht wie sie es schaffen, aber dieser Rollstuhl passt hinten und vorne nicht. Der Typ war gerade wieder da, um ihn zum hunderstenmal"""""anzupassen""""", ich sitze seit 10 Minuten drin und mir tut alles weh. Ich muss mich konzentrieren nicht vorne überzukippen, muss meinen Kopf nach vorne ziehen, um nicht nach hinten zu fallen, die Greifreifen sind rutschig, sodass ich nicht vernünftig anschieben kann, ich sitze zu hoch, kann auch nicht anschieben und er ist verdammt sperrig. Man brauch enorme Kraft um ihn anzuschieben. Es ist anstrengend!
Da kommt der Typ, nimmt sich das Modell, sagt sitzbreite 34, fertig. Mehr wurde nicht angepasst. Vor allem denken viele, bei hochgelähmten ist es nicht so wichtig. Die sind nicht sportlich, da passt ein einfacher. BULLSHIT! Gerade weil wir so eingschränkt, noch eingeschränkter sind, zählt jeder Zentimeter! Der Rollstuhl muss perfekt passen, dass du mit der wenigen Muskultur, die du hast, stabil sitzen kannst. Damit du mit der wenigen Muskulatur, die wenige Kraft, die du hast, dich vernünftig fortbewegen kannst, ohne Schmerzen zu bekommen.
Viele vergleichen einen Rollstuhl immer mit den Schuhen. Wenn der Schuh nicht passt, kannst du nicht vernünftig laufen. Das ist falsch. Der Rollstuhl ist so viel mehr! Der ist mein Fortbewegungsmittel, meine Beine. Ohne Rollstuhl kann ich nichts. Ohne passenden Rollstuhl auch nicht. Ich hab nicht die Stabilität und die Kraft in einem nicht passenden Rollstuhl zu fahren.
Ihr denkt die Leute begehen Suizid, weil sie mt ihrer Situation nicht klar kommen, nicht mehr laufen zu können? Der Kampf mit Kassen oder in meinem Fall dem Sanitätshaus ist so viel härter und so viel ermüdender. Ich hab keine Lust mehr darauf. Es kotzt mich an. Ich will einen passenden Rollstuhl mehr nicht. Als der Typ den Rollstuhl """""""angepasst""""""" hat und ich mich reingesetzt habe und er wieder nicht gepasst hat, hab ich nur noch gesagt: "Ich habe keine Lust mehr". Hab ich nicht. Der wurde so oft angepasst, viel mehr geht nicht. Er ist halt einfach falsch gebaut. Ich will zu Rolliworld und einen passenden Rollstuhl. Muss ich für etwas betteln, das mir zustehen sollte? Danke für nichts. So. jetzt tut mir wirklich alles weh und ich heul gleich vor Wut. Ich setz mich jetzt wieder in meinen anderen Rollstuhl. Das Problem ist zusätzlich, dass ich diesen Rollstuhl jetzt ja auch nicht abnutzen kann und solange fahren, bis ich einen neuen bekomme, weil ich ganz einfach nicht damit fahren kann. Jetzt habt ihr einen Rollstuhl, der zuhause rumstehen muss, und eine Familie, die auf den Urlaub verzichtet, um sich einen anderen Rollstuhl leisten zu können. Ich hoffe ihr seid zufrieden mit euch, ihr *******************.

keine lieben Grüße an diese Menschen,
Amelie.






Sonntag, 28. Mai 2017

Büchlein

Also ich hab mein Exemplar schon:D
Und ich muss sagen, in echt sieht es nochmal besser aus. Eingebildet aber stolz.
Es ist unglaublich sich auf einem Buchcover zu sehen. Und seinen eigenen Namen darauf zu lesen. Ich kanns noch immer nicht wirklich glauben. Und vor allem bin ich gespannt wie es euch gefällt . Erscheinungsdatum ist der 1.6. aber einige haben es wohl schon und haben mir auch schon geschrieben. Meine Mutter hat es auch schon durch und meine Schwester ist dabei. Sie ist bei Kapitel vier und sagt, sie möchte nicht weiter lesen, weil sie Angst hat, dass sie zu schnell fertig ist ^^ aber sie findets sehr gut . Und wer Geschwister hat, der weiß das sind die ehrlichsten Kritiker :p

Mittwoch, 24. Mai 2017

Gut gelöst

Wie die 'Rollstuhlplätze' in den Hörsälen aussehen:

Auf einen der Klappstühle in der ersten Reihe ein Rollstuhlzeichen' geklebt. Tisch? kein Tisch. Danke für nichts.

Wie ich das löse? Ich fahre schräg an die Sitzereihen, und sitze dann so an der Seite. Den kleinen Tisch herunter geklappt, der dann total schräg ist. Ich sitze dann also genau parallel zur Tafel und im 90 Grad Winkel zu den Anderen. Meine Skoliose freut sich.
Schon an einem Tisch schreiben ist für mich schwer. An diesem schrägen Minitischlein wird das zu nem Fall der Unmöglichkeit! Es ist wirklich nicht leicht.


"Behinderte? Haben wir hier nur zu Besuch. "
Nein man. Liebe Leute. Wir wollen tatsächlich studieren. Und bitte auch mitschreiben können.
Meine beiden ersten Hausarbeiten bestanden! Bin schon sehr erleichtert. Jetzt kann ich mich nur auf lernen konzentrieren und muss nicht während dem Semester noch die Hausarbeiten nachschreiben.

Aber! Ganz wichtig! Nur noch 8 Tage!❤️

Samstag, 20. Mai 2017

Christopher Reeve

 Machst mich zum Helden,
 zum Supermann.
 Zum Echten
der, der nicht mehr laufen kann

Sonntag, 7. Mai 2017

Jura und ich




GESCHAFFT! Ich kann endlich wieder ohne schlechtes Gewissen an den Laptop, und etwas machen, das nichts mit Jura, Hausarbeit und/oder lernen zu tun hat. Zumindest ein wenig. Ich habe meine erste Klausur am Freitag hinter mich gebracht und meine Hausarbeiten, die mich über die Semesterferien gequält haben, abgegeben. Jetzt hab ich einen Tag komplett Abstand genommen, zu allem und heute Angefangen ein wenig Stoff zu wiederholen, den ich verpasst hab, weil ich gelernt hab, statt in die Vorlesung zu gehen. Aber jetzt hab ich endlich wieder Zeit (und wie gesagt kein schlechtes Gewissen) etwas zu posten. Und ich nutze die Zeit mal und denke es wäre der richtige Moment mal zu berichten wie ich mein Studium so bisher finde.

Also: ich studiere nach wie vor Jura und bisher habe ich wirklich spaß dabei. Das kann ich bisher sagen (erinnert mich daran, wenn ich die nächste Hausarbeit schreibe). Und ich denke das ist schon einmal eine gute Voraussetzung, dass das Studium einem Spaß macht. Ich wollte Jura machen, weil ich es a) schon immer machen wollte, keine Ahnung warum und b) nicht wusste was sonst und c) mich mein Leben lang geärgert hätte, hätte ich es nicht probiert. Und bis jetzt bin ich äußerst glücklich mit der Entscheidung. Ich sitze oft in den Vorlesungen und denke „Ja. Das ist es!“ und bin einfach nur glücklich. Leider gibt es auch sehr viele Momente, in denen ich denke „Scheiße, wie soll ich das schaffen“, va wenn man sieht wie intelligent Volljuristen sind, man die Durchfallquoten sieht usw. Also ich hab die härtesten Gefühlsschwankungen meines Lebens. ABER es gibt wenigstens auch gute Momente. Also es ist nicht so, dass ich nur Selbstzweifel habe, sondern eben auch Spaß. Und mir eben nicht denke, dass Jura nichts für mich ist, oder ich aufhören möchte. Es macht eben einfach Spaß, es gefällt mir. Bisher. Nach einem halben Jahr lässt sich recht viel mehr denk ich auch nicht sagen. Und was die Noten sagen, wird sich bei der Rückgabe zeigen. Ich hatte zwar schon eine Klausur, die war aber „nur“ in einem Grundlagenfach, Rechtsphilosophie, da hatte ich 13 Punkte. Aber in den Grundkursen, bei mir Öffentliches Recht und Zivilrecht, kann ich noch nicht einschätzen, ob ich als Jurist taugen würde :D . Wir hatten Probeklausuren, da habe ich mitgeschrieben, allerdings noch ohne Nachteilsausgleich, und demenstprechend nicht fertig geworden und deshalb auch schlecht ausgefallen. Deshalb bin ich jetzt gespannt auf die Benotung der Klausur und der Hausarbeiten.

Vom Umfang und Lernaufwand her muss ich sagen, hab ich es mir schlimmer vorgestellt, aber liegt wahrscheinlich einfach daran, dass ich erst im ersten (bzw. jetzt zweiten) Semester bin. Also ich war abgeschreckt, von den ganzen Horrorgeschichten, aber NOCH bin ich positiv enttäuscht worden^^.

Was nicht heißt, dass ich nichts zu tun hab. Ganz im Gegenteil. Ich hab es mir nur noch schlimmer vorgestellt. Semesterferien waren eher Semester“ferien“. Also für mich waren die drei Monate Semesterferien anstrengender, als das Semester, da ich Hausarbeiten schreiben musste. Hausarbeiten sehen in Jura so aus, dass man einen Fall bekommt (XY bestellt eine Tafel Schokolade, erhält aber Gummibärchen. Kann er sein Geld zurück verlangen?)und den mit Gutachten lösen muss. Ganz so leicht ist das nicht, der Fall ist drei Seiten lang und das Gutachten soll 20 Seiten haben. Und davon zwei Stück, einmal Öffentliches Recht und einmal Zivilrecht. Die Leiter hatten zwar gesagt, man solle pro Hausarbeit 3 Wochen einplanen, ich hab meine ganzen Semesterferien gebraucht. Aber das war auch dumm von mir, nächstes Mal muss ich das anders Planen. Ich wollte zwar fleißig schon zu Beginn Anfangen, um dann die letzten Wochen entspannen zu können. Für Leute wie mich, die erst etwas Druck brauchen, um gut Arbeiten zu können, ist das aber eher schlecht. So sahen die ersten 8 Wochen so aus, dass ich zwar in der Bib war, aber eher Larfari vor mich hingearbeitet habe und erst dann gegen Ende mit steigendem Zeitdruck wirklich produktiv wurde. Aber dann eben letztendlich trotzdem die kompletten Semesterferien an den Hausarbeiten gesessen habe. Also nächstes Mal später Anfangen oder wirklich lernen auch ohne Druck produktiv zu sein.

Dann hab ich das mit Lernen auch etwas falsch gemacht. Irgendwie wollte ich nicht gleich am Anfang richtig mit lernen, weil ich mir dann vorkam wie ein Streber, aber auch das war ein Fehler, dadurch bin ich jetzt noch dabei alles zusammenzufassen, was ich hätte von Anfang an machen sollen. Da immer neuer Stoff dazu kommt und ich kaum hinterherkomme mit Nacharbeiten.

Also kurz um: es ist viel, aber es ist (noch) nicht sooo schlimm wie befürchtet.

Mit Zivilrecht hab ich mich von Anfang an angefreundet, für öffentliches Recht hab ich etwas gebraucht, aber mittlerweile, vor allem jetzt nach dem Lernen für die Klausur, wenn man langsam die Zusammenhänge versteht (oder meint sie zu verstehen), sind wir auch ganz gute Freunde geworden. Worauf ich mich freue, ist Strafrecht ab dem dritten Semester. Aktenzeichen XY und  als Lieblingssendung, die „Crime“ als abonnierte Zeitschrift und Dokus über spektakuläre Verbrechen in meinem Youtube Verlauf, da liegt das denk ich auf der Hand, dass ich wissen will: Wer, Was, Wieso darf er nicht und welche Strafe?



Also Fazit: Jura macht mir Spaß, mit ups and downs natürlich, ich warte die ersten Benotungen ab und schau dann, wies weiter geht.


Das jetzt nur mal zum Jurastudium itself. Alles drum herum, heißt: Barrierefreiheit, Rollstuhlgerecht, Kommilitonen, usw. ist nochmal ein anderes Thema. Dafür dann demnächst ein eigener Eintrag. Jetzt hab ich ja endlich wieder mehr Zeit :D

Samstag, 22. April 2017

Ich bin jetzt auf Amazon vorbestellbar. Würde dann direkt vor eurer Tür landen. Bei Interesse, einfach ausprobieren :p

Ich muss sagen ich bin schon extrem aufs Feedback gespannt. Der Vorteil wird sein bessere Grammatik, hoffentlich keine Rechtschreibfehler. Aber ich hab mir Feedback zu anderen vergleichbaren  Büchern durch gelesen. Was soll ich sagen. War etwas entmutigend^^. Aber gut. Ist nicht mein Buch. Meins wird/ist besser :P

Dienstag, 18. April 2017

Querschnitt ist, wenn du nachts hungrig im Bett liegst, nicht aufstehen kannst um dir was zu essen zu machen.

Und da fragen sich die Leute noch, warum ich so abgemagert bin.

Hunger.

Dienstag, 11. April 2017

Wenn Leute sagen, man solle sich ein Beispiel an XY, der wollte unbedingt wieder laufen, hat hart gearbeitet und gekämpft und kann nun wieder gehen.

Ich will laufen. Ich kämpfe und arbeite. Aber wenn mir mein Rückenmark nicht mehr gibt, kann ich noch so sehr wollen und es geht nicht.

Auch wenn man etwas unbedingt will, bekommt man es nicht immer. Also ist dieser Spruch genau so Schwachsinn wie 'am Ende ist alles gut. Und wenn es nicht gut ist,.....ach sei leise.

Mittwoch, 5. April 2017

Wer vorher nicht viel mit Selbstzweifeln zu kämpfen hatte, hat es spätestens nach dem ersten Semester Jura. Zumindest als Rollstuhlfahrer. Zumindest ich.

Dienstag, 28. März 2017

bitte nicht.

Wenn Menschen nur auf die Barrierefreien Toilette gehen, um alles voll zu scheißen.
Ihr habt doch Toiletten auf die ihr gehen könnt. Wieso dann die wenigen Toiletten, die für uns Rollstuhlfahrer zugänglich sind voll machen.
Ich verstehe es und finds gut, wenn Menschen auf die `Behindertentoiletten´ gehen. Das zeigt meiner Meinung nach, dass es nicht unbedingt etwas besonderes ist. V.a. verstehe ich es aber, weil diese Toiletten mit am saubersten sind. Meistens. Wenn nicht gerade jemand wider den tollen Gedanken hatte "Ich geh auf die Behindertentoilette, da hab ich meine Ruhe.". Geht gerne dort hin, aber doch bitte nicht nur aus dem Grund, weil man es da mal so richtig krachen lassen kann.
Nicht nur abgehärtete ältere Herren sitzen im Rollstuhl. Auch junge Frauen mit feinen Nasen und vor allem gesunden Augen und einem leicht reizbaren Magen. Und ich kann mir auhc vorstellen, die alten Herren im Rollstuhl würden die Toilette gerne benutzen können. Und nicht, wie beispielsweiße bei mir heute der Fall, früher aus der Bibliothek gehen, weil die einzige Rollstuhltoilette (an dieser Stelle JUHU es gibt eine zugängliche Toilette) voll gesch***** ist(wirklich unzumutbar, ich weiß nicht was derjenige gegessen hat, jedenfalls schien es nicht mehr gut gewesen zu sein) , man aber spätestens in der nächsten Stunde aufs Klo muss und keine andere zugängliche Toilette in der nähe weiß. Die nächste wäre dann wohl die zuhause.
Ich nehm das persönlich, wenn ihr meine Toiletten nur dafür benutzt. Wirklich. Es tut mir im Herzen weh. Da macht sich jemand die Mühe, baut eine größere Toilette, sogar mit tieferem Spiegel, in dem ich mich sehen kann, und dann wird die so Missbraucht.

Vielleicht war es tatsächlich jemand, der Behindert war, vielleicht war keine andere Toilette frei, vielleicht gehört er nicht zu denjenigen, die eben nur für größeres auf diese Toilette gehen. Aber allein, dass ich solche Sätze schon höre. Nicht nur einmal gehört habe.

Sonntag, 12. März 2017

Sarkasmus.

Ich höre immer mal wieder Sätze wie: "Warum bist du so Sarkastisch?", "Mit deinem Sarkasmus musst du aufpassen, damit kannst du Leuten häufig vor den Kopf stoßen.", "Denkst du nicht du bist zu sarkastisch?",...
Und dazu möchte ich nun mal etwas sagen. Vielleicht bin ich sarkastisch.Vielleicht bin ich manchmal sehr sarkastisch. Und vielleicht ist es für manche manchmal zu viel. Ich kann das nicht beurteilen. Ich sage häufig Sachen, ohne darüber nachzudenken, ob sie denn jetzt sarkastisch sind, zu sarkastisch. Oder vielleicht sage ich sie auch genau deswegen. Und ja. Meine Situation hat wohl viel dazu beigetragen. Es kann sein, dass meine Art viele vor den Kopf stoßt. Dass es manche verunsichert. Aber. Aber! Auch, wenn ich ein Arschloch sein kann, manchmal vielleicht zu wenig Mitgefühl zeige, ich will den Menschen etwas Gutes tun. Und ich denke mit dem Sarkasmus mache ich es den Leuten einfacher. Ich habe es für mich als Mittel gefunden mit allem umzugehen. Und ich habe das Gefühl, dieses sarkastische macht es den Leuten auch einfacher. Ich bin so, um den Leuten die Angst zunehmen. Die Menschen sind unsicher, wenn sie mit mir reden. Vor allem solche, die sonst nicht so viel oder sogar gar nicht mit anderen Rollstuhlfahrern/Querschnittgelähmten zu tun haben. Sie haben Angst. ´Was, wenn ich jetzt aus Versehen sage, dass wir ja einen Kaffee trinken gehen können.' - `Oh Gott, kann ich sie fragen -Wie geht's- sie kann ja nicht gehen'-'Hoffentlich rutscht mir nichts mit Skifahren, ich meine sie hatte doch einen schlimmen Skiunfall und tut sich bestimmt schwer darüber zu reden'....Und so weiter. Was weiß ich, was für komische Gedanken da noch so durch die Köpfe ziehen. Und es ist ja ok! Vielleicht sitzt dir einer gegenüber, der sich angegriffen fühlt. Der sich schwer tut, über seinen Unfall zu reden. Ich eben nicht. Und wenn ich in den Raum komme und sage "Ja, ich war bisschen zu blöd zum Skifahren, hab mit dem Gesicht gebremst und jetzt sitz ich hier. Kaffee trinken gehen läuft trotzdem..." zeige ich eben Ja. es gibt da Differenzen. Ja ich sitze im Rollstuhl, aber hey! bitte behandle mich normal und mach dir nicht allzuviele Gedanken. Nehme ich dadurch nicht eben die Angst? Baue ich Barrieren nicht genau dadurch ab? Ich denke einfach die Leute sind dann schon mal lockerer. Haben nicht mehr all zu Große Angst, etwas falsches zu sagen. Sind entspannter mit mir. Es ist ja keine Aufforderung, Witze über mich zu machen. Es soll nicht heißen, dass alles lustig ist und dass man jetzt sofort sarkastisch antworten muss. Es soll den Umgang erleichtern. Ich merke selbst, dass ich noch sarkastischer/zynischer bin, wenn ich jemanden zum ersten Mal sehe. Ich denke, das einfach, um Grenzen zu stecken. Bzw. eben aufzuheben. Ich möchte einfach zeigen, dass es eben auch anders geht. Dass man mich nicht mit Samthandschuhen anfassen braucht. Dass man keine angst haben muss, etwas falsches zu sagen. Ich mache das unbewusst. Habe das aber jetzt reflektiert, weil mir eben hier und da gesagt wird, was ich eingangs aufgeführt habe. Und mich verletzt das ehrlich gesagt. Zum einen weil es meine Art ist. Weil ich so bin. Und auch, weil ich eigentlich das Gefühl hatte, ich erleichtere es damit den Leuten. Vielleicht denke aber auch nur ich so, und sehe das so, weil ich Sarkasmus eben mag. Und wenn, dann tut es mir nicht Leid, denn ändern kann ichs nicht wirklich. Auch, wenn ich an der ein oder anderen Stelle Zynisch bin. Das bin ich. Das mag ich. Und das ist, was es mir leichter macht und was es anderen leichter machen soll.
Aber ich kann gerne probieren mich jemandem gegenüber zu setzen und wenn derjenige fragt, wie es mir geht zu heulen anfangen und sagen 'ich kann doch gar nicht gehen'. (wobei das ja schon wieder witzig werde und ich ganz gerne mal sage um Leute, die ich eben nicht mag zu verunsichern:P Widerspricht dem gesamten Post jetzt, aber so ist das Leben. Das bin ich.)
Anderes Beispiel muss her. Wenn ich den Raum betrete sagen "Ich hatte einen schlimmen Skiunfall, bei dem ich mir das Rückenmark sehr hoch durchtrennt habe, seitdem auf den Rollstuhlangewießen bin. Bitte fragen sie nicht, wie es mir geht." Ist doch gleich eine Scheiß Stimmung. Muss doch nicht sein. Also ich bleibe bei meiner Art. Und wer sich dabei vor den Kopf gestoßen fühlt, kommt wohl einfach mit meiner Art nicht zurecht und das ist ok, aber dann wird das mit uns eben nichts mehr.

Montag, 6. März 2017

lieb

Mir ist etwas unglaublich nettes passiert.
Ich sitze in der Bibliothek, wollte mit meiner Hausarbeit beginnen, kommt ein Kommilitone an meinen Tisch mit einem Stapel Bücher. Ich hatte davor schon etwas mit ihm geschrieben und etwas die Hausarbeit diskutiert und er hatte wohl gemeint, ich könnte mir schwer tun an die geeigneten Bücher heranzukommen (dass ich einen Studienbegleiter habe wusste er denk ich nicht). Also hat er mir die Bücher gebracht, die er auch verwendet. Das war so unglaublich lieb und nett. Da war sogar ich etwas gerührt und hatte vor allem wieder einen klitzekleinen Glauben an das Gute im Menschen. Und vor allem wieder Mut fürs Studium. Der mir immer mal wieder fehlt, wenn mal wieder ein Raum nur über Treppen erreichbar ist. Aber dazu in einem folgenden Post mehr.

Dienstag, 21. Februar 2017

keine Hände, kein Brot?

Ich stand grad so in der Küche, hatte bisschen Hunger. Da lag ein Brot auf der Arbeitsplatte. Ich dachte mir nur, Brot wär jetzt schon gut. Problem: Brot im ganzen Essen eher schlecht, selbst eine Scheibe abschneiden für mich selbst unmöglich und keiner zuhause, der mir ein Stück abschneiden könnte.
Und jetzt bin ich auf eine über-krasse Idee gekommen. Ich kauf mir später für meine eigene Bude einfach eine Brotschneidemaschine. Dann bin ich darauf gekommen, dass ich mir ja auch einfach immer geschnittenes Brot kaufen kann. Und daaann bin ich darauf gekommen, dass ich eine Brotschneidemaschine ja auch so einstellen kann, dass ich Semmeln teilen kann. Und so auch alleine Semmeln essen kann. Später mal. Und jetzt bin ich glücklich, weil ich wieder etwas an Selbstständigkeit gewonnen habe.

Brotschneidemaschine dürfte zu bedienen sein. Knöpfe drücken geht easy, und Brot halten und schieben sicher auch.



PS: ich hasse Anspielungen auf den Film "Ziemlich beste Freunde".

Sonntag, 12. Februar 2017

Bücher gesucht

1. Semester überstanden :D

Ich muss sagen Jura macht schon sehr Spaß, vor allem Zivilrecht.
Ich merke nur ich muss mich noch um einiges mehr mit Politik auseinandersetzen um nen besseren Durchblick zu bekommen.
Ich werde die Tage mal etwas zu Rollstuhl und Uni posten.


Und liebe bibeltypen: bitte keine Messias-Bücher mehr! Kauft lieber Lehrbücher und schickt die, hab ich mehr davon. Ihr könnt ja irgendein Jesus Bild dazulegen, ich kann auch so tun als wäre ich interessiert.

Das ist das Problem. Die Lehrbücher. Zur Bibliothek brauch ich 1 1/2 Stunden. Viel zu lang, va brauch ich immer jemanden der mitkommt. Und alle Bücher kaufen ist teuer. Aber wenn ich lerne, lerne ich einfach am liebsten anhand verschiedener Quellen und lese verschiedene Bücher und Meinungen zu einem Thema. Also liebe Juristen, die Lehrbücher haben und loswerden wollen: nicht wegwerfen, mir schicken^^

Montag, 6. Februar 2017

Instagram: amelieebner

Hab jetzt neben meinem privaten Instagram auch mal ein öffentlichen Account. Denn so wirklich hab  ich noch nicht raus wie man hier Bilder hochladen kann.

Bei Interesse: amelieebner

Fuß und Rollstuhlfetischisten sind noch immer nicht gern gesehen

Donnerstag, 2. Februar 2017

vier

Die Leute stellen sich immer vor, wie schlimm es sein muss, zu erfahren, dass man querschnittgelähmt ist. Dass die erste Zeit hart sein muss, man sich daran gewöhnt und mit der Zeit lernt, damit umzugehen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, das Gegenteil ist der Fall.
Die erste Zeit, vor allem die ersten Tage sind im vergleich noch so entspannt.
Zum einen hast du noch überhaupt keine Ahnung, was da auf dich zu kommt. Du weißt nicht, was es heißt querschnittgelähmt zu sein. Hast keine Ahnung, dass du Jahre brauchen wirst, bis du wieder alleine aus dem Bett kommst. Du weißt noch nicht, dass nicht nur deine Beine nicht mehr gehorchen werden. Du merkst, dass es auch deine Finger, deine Arme, dein Rumpf nicht tun und wie viel mehr dich das noch einschränkt. Du weißt noch nicht, dass du nie wieder einfach so unter die Dusche springen wirst. Du merkst wie viel Zeit und Kraft es kosten wird, zu duschen. Du weißt noch nicht, dass deine fehlende Fingerfunktion dich schreiben komplett neu lernen lassen werden muss. Du hast keine Ahnung, dass in wenigen Monaten, alle deine Freunde, die versprechen dich immer zu unterstützen und für dich da sein werden, dir den Rücken zukehren. Sich nicht mehr melden und dich alleine lassen. Du weißt noch nicht, wie blöd, bemittleidend dich die Menschen anschauen werden. Weißt noch nicht, dass es unmöglich werden wird, alleine rauszugehen und zu tun worauf du Lust hast. Du weißt noch nicht, dass du in wenigen Wochen vom Menschen zum Rollstuhlfahrer wirst, so wie dich die Leute eben sehen werden. Du ahnst noch nichts von dem Kampf mit den Kassen, mit Behörden und Sanitätshäusern.
Da bist nur du und der Gedanke: "Ok, Mist, ich kann gerade nicht mehr aufstehen."

Und dann ist da noch etwas, das alles viel leichter macht. Da ist die Hoffnung. Da ist der Arzt, der dir sagt du wirst nie wieder laufen können und ein einziger Gedanke: Jaja, genau. In ein paar Tagen werde ich hier rausspazieren.
Die Ärzte, die immer wieder sagen, wie schwer deine Verletzung ist. Aber noch immer nur diese Überzeugung, dass das nur ein vorübergehender Zustand ist, nur ein vorübergehender Zustand sein kann. Wenn nicht die Beine, dann werden doch wenigstens die Hände, oder?
Dann kommen die Wochen und du verstehst nicht, warum du noch immer nicht laufen kannst. Noch nicht einmal aufstehen, mit dem Zeh wackeln, die Finger strecken.
Nach Wochen, sind es Monate. Noch immer nichts. Du wirst aus der Reha nach Hause entlassen. Warum? Ich kann doch noch gar nicht wieder laufen?
Die Ärzte sagen dir, man soll den Nerven Zeit geben. Zwei Jahre. Was bis dahin nicht kommt, kommt nicht wieder.
Dann ist ein Jahr rum. Du bekommst langsam Angst, denn du musst unbedingt in einem Jahr wieder laufen können, denn sonst wird das nie wieder. Und die Zeit vergeht. Zu schnell. Und dann sitzt du, wieder ein Jahr später, zwei Jahre nach dem großen Tag da. Fragst dich wo die Zeit geblieben ist und warum zur Hölle sich einfach nichts bessert. Warum kannst du nicht aufstehen? Warum kannst du dein Bein nicht heben. Warum kannst du nicht laufen. Und so langsam. Wirklich langsam, ängst du an zu realisieren. Du realisierst, dass es wohl doch kein vorübergehender Zustand war, ist. Dir fängt an klar zu werden, was das bedeuten könnte. Für immer. Und für immer ist ziemlich lang.
Und dann sitzt du da. Vier Jahre nach Tag X. Fragst dich wo die Zeit geblieben ist und warum zur Hölle sich einfach nichts bessert. Du hast realisiert, was es bedeuten kann. Für immer. Aber Akzeptanz ist da nicht. Du willst es nicht wahrhaben, aber die Hoffnung nimmt immer mehr ab. Die Hoffnung, die dich hat nach vorne schaun lassen. Die verliert sich mit der Zeit. Was bleibt ist die Angst. Wut. Und vielleicht auch Traurigkeit.

Du hast gedacht, spätestens in ein paar Jahren wirst du wieder laufen. Wirst nur selten daran denken, wie du einmal fast im Rollstuhl gelandet wärst. Aber die Jahre vergehen und du merkst, wie sich nichts tut.




















Donnerstag, 26. Januar 2017

Donnerstag, 19. Januar 2017

Hey, dass du nicht laufen kannst macht mich voll an

Eine Sache, die Männer immer wieder vergessen, wenn sie sagen, sie würden gerne mal was neues ausprobieren und mit einer querschnittsgelähmten Frau schlafen; für uns ist das immer wieder das Gleiche.
Ihr seid neugierig, wie es mit einer Frau im Rollstuhl ist? Dann denkt euch erstmal bessere Anmachsprüche aus.



Und auch die Fetischisten. Jedem das seine, wirklich. Solang keiner verletzt wird (außer natürlich gewollt), kein Gesetz gebrochen wird, soll jeder bitte machen was, mit wem und wie er es will. Solang er weiß, wann es angebracht ist seine Vorliebe offen zu zeigen. Keiner kann etwas für seine Vorlieben. Der eine mag Frauen, der andere Männer und ein andere wiederum steht auf Frauen im Rollstuhl.  ABER nur, weil du auf Rollstuhlfahrerinnen stehst, heißt es nicht, dass sie automatisch auf dich steht.
"Hey, ich find deine gelähmten Beine echt geil", muss ich ehrlich sagen, spricht mich jetzt nicht wirklich an.
Bitte erspart euch diese 'Anmache'. Ich persönlich kann es nicht wirklich verstehen, was an gelähmten Beinen so heiß sein soll, aber wie gesagt: jedem das seine.
Nur nervt doch nicht gleich alle Rollstuhfahrer damit. Und damit möchte ich euch nur helfen! Was erwartet ihr?
'Oh cool, dass du meine gelähmten Beine geil finden, lass uns treffen, dann können wir sofort in die Kiste hüpfen.'
No.
Ich mein, es freut mich für alle querschnittgelähmten Pornodarstellerinnen, die es bestimmt gibt und die hier eine Marktlücke gefunden haben, aber ich bin es nun mal nicht, die dafür da sein will, eure fetische zu befriedigen.
Was ihr mit den Bildern anstellt, da kann ich kaum Einfluss drauf nehmen, außer mein Instagram privat zu schalten ( das ist wirklich der einzige Grund warum mein insta privat ist, weil so viele Rollstuhl/Fußfetischisten anfragen schicken) , aber spart mir einfach Zeit und Nerven und euch die Nachricht.

Und leider weiß ich schon ganz genau, was nach diesem Beitrag in meinen gefilterten Nachrichten zu finden sein wird:
'Hey, deine gelähmten Beine finde ich echt geil'

Und ein Fake-Profil bringt euch auch nicht viel weiter, ganz im Gegenteil.



P.S: bitte keine Fußfetischistenkommentare. Ich hab zwar gesagt jedem das seine, aber das ist wirklich etwas, das kann und will ich nicht verstehen. Füße sind ekelhaft und nein! Ich schicke keine Fotos.

P.S.2: auch keine Fake-Frauen Profile, 'Hey Amelie, ich bin eine Frau und sitze auch im Rollstuhl, vielleicht können wir uns ja mal unterhalten ' und dazu ein Profilbild von irgendeiner Frau im Rollstuhl. Man. Wie dumm seid ihr eigentlich? Meint ihr ernsthaft ich Fall darauf rein? Solche Nachrichten bekomme ich fast noch öfter als solche von Männernprofilen. Meine Mutti hat mir schon früh beigebracht nicht mit anonymen zu schreiben. Und dank Generation Internet ist es mir möglich Fakeprofile auf den ersten Blick von echten zu unterscheiden.

Mittwoch, 18. Januar 2017

Leute, lernt die Treppe zu benutzen, wenn ihr schon laufen könnt.
Die Aufzüge wären weniger benutzt, weniger kaputt, viele Rollstuhlfahrer und andere Leute, die wirklich auf die wenigen Aufzüge angewiesen sind, wären weniger angepisst und ihr tut was für euren Körper. So viele Fliegen und eine so handliche Klappe.
Bitte danke. ❤️

Mittwoch, 11. Januar 2017

Rolling in a winter wonderland

Zwei Sachen, die sich einfach nicht vertragen: Rollstuhl und Schnee

Es gibt Bereiche, da sollen sich die beiden vertragen, monoski usw, doch dazu kann ich nichts sagen, da ich (noch?) keine Erfahrung gemacht habe.
Aber ! Normaler Rollstuhl und Schnee ist einfach Hölle.

Ich habe Schnee immer geliebt. Im Schnee spazieren, durch den Schnee stapfen. Zuhause Schuhe aus und in eine Decke kuscheln.
Aber mit Rollstuhl....ich hasse Schnee. Gezwungenermaßen.
Vorwärts kommen im Schnee ist einfach unmöglich. Man versinkt komplett. Und schon wenige Zentimeter, wenn nicht ein einziger, und der Schnee verwandelt sich in Leim, der Rollstuhl klebt fest. Und ich meine nicht nur die umgeräumten Seitenwege, wiesen, das kann ich sofort vergessen. Auch geräumte Straßen. Ich komm einfach nicht voran. Überall Schneehaufen in denen die Lenkrollen hängen bleiben. Zum kotzen. Wirklich. Ohne Schnee komm ich kaum voran. Mit Schnee? Keine 2 Meter und ich hab das Gefühl ich hätte einen Marathon hinter mir.
Dann kommt dazu, dass die Reifen voller Schnee werden. Auch die greifreifen , die man mit den Händen anfassen muss, um den Rollstuhl voran zutreiben. Die ziehen sich durch den Schnee, und gelangen dann noch oben. Sind arsch kalt, dreckig, voller Schnee. Und die Hände dann auch. Durch die Nässe werden sie rutschig, und man kann gar nicht mehr anschieben.

Immer noch nicht alles. Man kommt nach Hause, mit dem Rollstuhl mit Reifen voll mit Matsch. Und da? Hausreifen anziehen? Das Haus wird dreckig. Wunderschöne reifenspuren.
Und jetzt sag mir noch mal jemand, wie ich Schnee nicht hassen soll. Mein geliebter Schnee.