Montag, 28. Juli 2014

Am Freitag geht's auf zur Reha nach Niederbayern



Mehr Informationen folgen noch :D

Mittwoch, 23. Juli 2014

Direkt nach dem Unfall, also gleich am nächsten Tag, war ich kein bisschen traurig oder verzweifelt oder ähnliches. Was man ja eigentlich sein müsste, wenn man weiß, man ist Querschnittsgelähmt (ich schreibe bewusst nicht 'wenn man erfährt, dass man querschnittsgelähmt ist', weil mir das von Anfang an klar war, aber das ist ne andere Geschichte :)  ).
Also, ich war nicht traurig, oder sonst was, ich war dankbar. Ich kann's nicht anders beschreiben, aber ich war dankbar, weil es mich getroffen hat und nicht einen meiner Familie.
Das versteht jetzt wahrscheinlich eh kaum jemand, oder?^^
Aber so wars. Direkt gegenüber an der Wand hing ein Kreuz. Und ich hab immer wieder gesagt 'danke Gott, dass du mich und nicht meine Schwester, meinen Bruder, meinen Papa oder meine Mama genommen hast'
Ich hatte einfach das Gefühl, dass ich durch den Unfall meine Familie 'bewahrt' habe.
Haha, haltet mich bitte nicht für verrückt oder so. Ich weiß wirklich nicht, ob mich jemand versteht, ob ihr mir folgen könnt...aber gut.
Ich war nicht traurig, weil es mich getroffen hat, ich war dankbar, weil es keinen meiner vier Leute getroffen hat.
Das hab ich auch meiner Psychologin (die einzige Psychologin, die ich hatte, die gut war!!). Sie hat's verstanden. Ich dachte und wusste einfach, dass ich jemanden von meinen vier Leuten 'bewahrt' hatte und das auf mich genommen hab.
Ne, ich glaub das versteht wirklich keiner. Aber ich wollt's einfach mal loswerden. Ich kann's nicht anders beschreiben...



Ich finde es immer wieder lustig, wenn ich gefragt werde, wie's mir geht. Meine Antwort ist meistens 'gut und dir?' und JEDES MAL sagen die Leute dann 'Dumme Frage, oder? Wie soll's dir schon gehen?'


Ich muss zugeben, nach so einem Gespräch geht es mir tatsächlich nicht mehr gut. 
Nach so einem Gespräch bin ich immer sehr gereizt...
Wieso denken so viele, dass man als Rollstuhlfahrer 24/7 (-> 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche ;D) traurig ist? SOGAR ROLLSTUHLFAHRER SIND MANCHMAL GLÜCKLICH. Unglaublich. Ich weiß.


 Behindert sein ist echt blöd. Vor allem, wenn die Behinderung auf den ersten Blick zu erkennen ist, dann wird man nur noch darauf minimiert...
Familie: Menschenaffen
Gattung: Homo
Art: Rollstuhlfahrer

Freitag, 18. Juli 2014

Heute hat meine Schwester ihre Abschlussfeier! Ich hab das erste Mal seit zwei Jahren mit den Tränen gekämpft. Ich bin so stolz auf dich Sophia! Das sind wir alle!


- Du bist kein Mensch in meinem Leben. Du bist keine gute Freundin.
Du bist kein Teil meines Lebens, du bist meine Schwester, du BIST mein Leben-

Montag, 14. Juli 2014

Sooooooo ... Ich fahr jetzt los zu meiner ersten Fahrstunde. Bin ganz schön gespannt.
Warnt eure Verwandten in München und Umgebung!

Samstag, 12. Juli 2014

Heute Nacht hatte ich den Schock meines Lebens! :D

Ich bin gegen 3:00 Uhr aufgewacht und hab meinen rechten Arm (ich hab auf der rechten Seite geschlafen) nicht mehr gespürt! Ich wollte ihn bewegen, aber es ging einfach nicht. Mein Arm lag auch irgendwie komisch, ich dachte er ist komplett gebrochen (oder ähnliches) . Ich wollte schon los schreien vor lauter Panik. Aber dann hab ich mit meinem linken Arm den Rechten in eine andere Position gelegt (ich konnte ihn wirklich kein Stück bewegen!!) und sofort hat er angefangen zu kribbeln und nach kurzer Zeit, war auch alles wieder gut. Ich konnte ihn wieder bewegen und spüren.
Ich hab, denk ich, einfach einen Nerv abgeklemmt :D... Aber ich bin so erschrocken! Es war so ein grausiges Gefühl... Zwei Stunden später bin ich wieder aufgewacht - nochmal das gleiche Spiel ( natürlich ohne den Schock ) :D

Interessant oder?

Freitag, 4. Juli 2014

...als wäre DAS ALLES nicht schlimm genug wird man jeden Tag mit 1000 Blicken durchbohrt, die einen mehr und mehr innerlich auffressen.
Das ist hart. Jeder einzelne Blick nimmt ein Stück Selbstvertrauen und auch ein Stück Lebensfreude.


Die Probleme werden immer größer und die Freuden immer kleiner...