Freitag, 27. Mai 2016

Es gibt Menschen, die sind sozial und Menschen, die sind asozial.
Es gibt Kassen, die sind ok und Kassen, die sind aok.


Mittwoch, 18. Mai 2016

laufen für einen guten Zweck

Ich finds eigentlich gut, dass Aufzüge nie funktionieren. Versüßt mir halt immer den Tag, wenn ich ein oder zwei Stationen weiter S-Bahn fahren darf, um einen Bahnhof zu finden, bei dem der Aufzug funktioniert (wobei man sich davor im Internet erkundigt hat, ob denn überhaupt einer vorhandenen ist!!!!und man nichts lesen konnte von 'Aufzug kaputt'!!!erst am Aufzug selbst ein dämliches Schild 'dieser Aufzug ist zurzeit außer Betrieb. Entschuldigung.' Nicht angenommen!!!)

Vielleicht müssen Aufzüge weniger gewartet werden, wenn er weniger genutzt wird.
Also hier mein Apell an all die fetten Leute, die zu faul sind ihre gesunden Beine für das zu nutzen , wofür sie gemacht sind: laufen! Nehmt doch bitte einfach die scheiß Treppe! Oder eben Rolltreppe, da müsst ihr nicht mal einen Knopf drücken!
Und liebe alte Leute, die zwar laufen können, aber denken 'oh ich bin alt, ich darf ohne schlechtes Gewissen den Aufzug benutzen': ihr könnt euch genauso gut auf die Rolltreppe stellen!!
Gleiches gilt für die jungen Menschen mit Krücken (die, die auf dem Laufband umgeknickt sind und jetzt 10 Wochen krank geschrieben sind): Rolltreppe!!!!
Und : ein "Koffer",der so groß wie mein Brillenetui ist, rechtfertigt meiner Ansicht (und ich hoffe ich bin da nicht alleine) die Benutzung des Aufzugs!!!
Und zuletzt:
Liebe gesunden Leute, darunter auch der nicht fette, nicht alte, nicht humpelnder und nicht koffertragende Mann, der vor mir in den Aufzug gesprungen ist und hochfuhr: Jahresvertrag im Fitnessstudio, aber 10 Stufen sind zu viel? Bitte! Ihr könnt es, warum tut ihr es nicht?
Ich hasse es normal mich über so etwas zu beschweren und mich regen Leute immer auf, die die sich wiederum aufregen über Leute die unberechtigt auf dem Behindertenparkplatz stehen, weil jeder das selbst mit sich ausmachen sollte. Kann sein, dass keine Zeit ist, kein anderer Platz frei oder nur 'zwei Minuten in den Rewe hüpfen' , ist ja egal. Ist halt einfach echt scheiße, wenn man wirklich darauf angewiesen ist.
Danke.

Dienstag, 17. Mai 2016

Weg.

Ich bin raus. Ganz ehrlich! Hab null Bock mehr. Wie soll ich in dieser Welt jemals wieder klar kommen? In der Welt außerhalb der Schule und zuhause. Ich weiß es nicht. Oder doch, ich weiß es: gar nicht. Nie wieder werde ich klar kommen, weil die Welt viel zu groß und viel zu scheiße ist. Weil ich nie ein normales Leben leben werde, nie mein Leben so leben kann, wie ich es möchte, sondern wie ich es muss. Und ich hasse Vorschriften.
Die Welt ist nicht gemacht für Rollstuhlfahrer. Darwin hat Recht.
Was will man als Rollstuhfahrer hier? Was kann man? Was darf man?
Nichts. Nichts, nichts, nichts, nichts nichts.
Will einfach nicht mehr. Will nichts von meiner Zukunft wissen und die Gegenwart geht mir auch zu schnell vorbei.
Warum Rollstühle, Ärzte, Krankenhaus. Warum nicht einfach liegen lassen im Schnee. Wäre so viel einfacher. So muss man jeden Tag weitermachen und jeden Tag mit dem Gewissen leben, dass alles so bleibt, nichts besser wir, alles schlimmer. Danke.

Die Welt ist nicht gemacht für Rollstuhlfahrer, ist nicht gemacht für mich.

Freitag, 13. Mai 2016

Aufstehen, fertig machen, an den Frühstückstisch setzen und sagen: "Boa, Leute , ich hatte voll den Albtraum! Ich hab geträumt, dass ich querschnittsgelähmt bin."

Montag, 9. Mai 2016

Dass ich das noch erleben darf...

Zur Abwechslung mal gute Nachrichten:
Meine Reha wurde genehmigt 💪 Freut mich riesig!
Dann auch noch in meinem Wunsch-Therapiezentrum! Mega!
Dort, wo ich gleich nach dem Krankenhaus war. Über 3 Monate war ich dort, viele Leute kennen gelernt, die auch wieder dort sein werden!
Vor 2 Jahren war ich zur Reha ja in Bad Griesbach, in nem Rehazentrum für überwiegend Schlaganfall- dementsprechend auch der Altersdurchschnitt....war einfach die Hölle! Meine Psyche war da so hart am Arsch. Mir war den ganzen Tag schwindlig, bis es soweit ging, dass ich mich im Spiegel nicht erkannt hab. Depersonalisierung nennt man das und das war die schlimmste Zeit meines Lebens. Es ging so weit, dass ICH!! sogar nach 'nem Psychologen gefragt habe! Also, wenn ich freiwillig zum Psychologen geh, dann dürfte klar sein, wie scheiße es mir ging . Das lustige war, der Psychologe hatte Urlaub, so dass mir der Arzt Tabletten für die Psyche gegeben hat. Die hab ich morgens bekommen, genommen und auf einmal würde ich richtig müde. Hab ein RedBull getrunken, hat nichts geholfen, also hab ich mich hingelegt. Hab mir halt nichts weiter gedacht, weil ich die Nacht schlecht/nicht geschlafen hatte und hab die Augen kurz zu machen wollen. (Es war wie gesagt morgens!). Gefühlte 2 min später kommt eine Schwester rein mit einem Essenstablett.
Amelie: oh cool, Mittagessen!
Schwester: Mittag? Es ist Morgen!

Ich hatte 24 durchgeschlafen und niemandem ist es aufgefallen!!!!!!!! Oder es hat einfach keinen interessiert. Zuhause haben wir die Tabletten unserem Arzt gezeigt, der war richtig geschockt und meinte die Dosis hätte einen Elefanten umgehauen.
Also das hätte leicht blöd ausgehen können. Idioten einfach. Gut, soweit wollte ich gar nicht ausholen. Jedenfalls freu ich mich jetzt auf die Reha, wo ich Leute hab die wenigstens im selben Jahrthundert geboren sind und antworten können ohne ihr Gebiss zu verlieren ( die meisten zumindest) und wo geiler Sport gemacht wird! Dort hab ich das erste mal rollstuhlrugby gespielt! Und jetzt nach dem Abi hab ich hoffentlich wieder mehr Zeit für Sport. UND auf die saufabende freu ich mich. So viel Bier wie dort getrunken wird, trinke ich im Jahr nicht. Mein Papa muss mir halt immer wieder gutes Bier von zuhause mitnehmen:p

Wo war ich? Keine Ahnung! Wie gesagt freu ich mich über diese zur Abwechslung mal gute Nachricht! Und bereite mich jetzt erstmal weiter aufs Abi vor

Montag, 2. Mai 2016

Sonntag, 1. Mai 2016

Probleme möchte ich haben

Warum batteln sich Menschen immer darum, wem es am schlimmsten geht, wer die größten Schmerzen hat, die schlimmere Krankheit, den meisten Stress. Ist euer Leben ein fucking Wettbewerb, bei dem es darum geht das schlimmste daraus zu machen?

Einem guten Freund anzuvertrauen, dass es einem schlecht geht - schön und gut , aber jedem einfach aufzubinden 'phu mir geht's so scheiße, weil mir heute 2 € runtergefallen sind' wen interessierts? Ganz ehrlich.
Wen ich Frage 'Wie geht's dir' ist es zu 99% rein rhetorisch zu verstehen. Ich frag halt einfach, weil es sich gehört, will nur die Antwort 'gut und dir?' (So wie ich es zu 99% auch mache. Bei guten Freunden ist das etwas anderes.) und fertig.
Aber so viele sehen die Frage als Startschuss um zum hundertsten Mal am Tag zu erzählen "wie scheiße" ihr Leben ist. (Kleiner Tipp: wenns so scheiße ist bring dich halt um, ist vielen mit geholfen)
Macht es Menschen glücklich, wenn alle Bescheid wissen, wie scheiße es ist.
Ich hab bisher noch keinen Rollstuhlfahrer kennen gelernt, der so rumheult wie diese dummen Menschen.
Die richtige Therapiemaßnahme für depressive Menschen (und vor allem diejenigen, die vorgeben ach so hart depressiv zu sein), wäre (nicht vorhandenes) Rückgrat brechen und Rollstuhl. Die würden nicht mehr rum heulen!
Ich wünsche echt vielen diese Einsicht. Man heult einfach nicht mehr rum wegen solchen dummen Sachen. Keine Suizidgedanken, weil der Freund Schluss macht, weil es einfach nicht mal läuft, weil die Haarfarbe schoko und nicht Kastanienbraun wurden.

Viele scheinen sich nur durch ihr 'scheiß Leben' zu definieren. Geht in ein Krankenhaus, schaut euch die Leute an, die nicht mal mehr ihren Kopf bewegen können, und pusst nochmal rum.

Und das soll jetzt nicht blöd klingen, aber ich frag mich immer, ob sich manche Leute nicht blöd vorkommen, wenn sie sich bei mir ausheult? Heulen sich aus, weil sie sich den Fuß gestoßen haben, Diabetes haben, versetzt wurden oder der Angebetete nicht schreibt, sie nicht mehr richtig laufen können und ich sitze immer nur da 'ja, ich auch nicht '' halt die Fresse und verpiss dich