Samstag, 22. Juli 2017

Nichts tun und Geld bekommen

Ich hab schon eine Idee, welchen Beruf ich mal haben möchte:

Rollstuhlanpasser in meinem Sanitätshaus. Fürs nichts tun bezahlt werden. Ein Traum.
Leuten auf die Eier gehen, kann ich auch gut. Und recht viel höher sind die Anforderungen anscheinend nicht.

Ich meins ernst. Wie kann man Leute einstellen und sie mit der Anpassung von Rollstühlen beauftragen, wenn die keine Ahnung, aber wirklich überhaupt keine Ahnung von Rollstühlen haben?

Wenn ich den Namen von diesem Sanitätshaus höre, kommt mir mein Essen hoch und ich will die nächste Treppe runterfahren. (Auch in der Hoffnung, dass mein Rollstuhl dann komplett zerstört wird, ich dann endlich zu rolliworld kann und mir einen vernünftigen Rollstuhl anpassen lassen kann.)

Ich hab noch nie so viel Unfähigkeit auf einem Haufen gesehen. Noch nie, wurde ich so aggressiv, wenn ich an einen Menschen nur denke. Selbst meine alten Freunde und meine lieben Psychologen reihen sich dahinter an.

Ich habe schon Albträume! Ohne Witz. Ich hab von dem ekligen Kerl geträumt, dass er mir den Rollstuhl bringt. Ich hatte mein BGB auf dem Schoß und hab ihm gezeigt, dass es so nicht weiter geht. Er meinte nur "gut, dann widerruf ich alles" und schon als ich dachte die Sache wäre endlich vorbei, hat er vor der Kasse alles geleugnet. Und ich bin auf dem Rollsthl sitzen geblieben. (Ein sehr komischer Traum, in dem ich mit de Rollstuhl und dem BGB, als Symbol für die anstehenden Prüfunggen wohl zwei Sachen gleichzeitig verarbeitet habe.) Nur leider bringt mir in echt das BGB nichts. Keine Sorge, das ist mir klar. Ich hab versucht mich durch das Sozialgesetzbuch zu lesen, nur finde ich nichts, dass mir sagt wie man sich von Hurensohn-Sanitätshäusern lösen kann.

Es nervt einfach. Es macht traurig, wütend, hilflos. Mein eigener Rollstuhl fällt immer ehr auseinander. Der Rücken ist durch, die Bespannung der Sitzfkäche reist, ich bekomme starke Skoliose, Kompfschmerzen, Verspannungen. Es ist nicht mehr lustig.
Ich bin auf die Scheiße angewiesen. Ich sitze sieben Tage die Woche darin, durchschnittlich mehr als 12 Stunden. Ich muss mich damit fortbewegen können, zufrieden sein, wenn ich in den Spiegel schaue. Und ich könnte einfach vor Verzweiflung nur noch ausrasten. Ich frag mich schon, was mit mir nicht stimmt. Warum mir kein einziger Rollstuhl passt. Warum andere so bequem im Rollstuhl sitzen können, und ich meinen Nacken immer anspannen muss, damit ich sitzen kann. 7 Tage die Woche, 12 Stunden am Tag den Nacken anspannen. Könnt euch vorstellen, wie gemütlich ich sitze. Als Ausgleich setze ich mich deswegen oft schief in den Rollstuhl, da ich so kurz ohne Nackenanspannung sitzen kann. Die Folge: Meine Wirbelsäule verkrümmt. Ich hab jetzt schon eine solche Skoliose, wie sie eigentlich nur bei alt eingesessenen Rollstuhlfahrern zu sehen ist. Und es wird schlimmer. Wenn sich jetzt nichts ändert, werde ich das in spätestens 10 Jahren ausbüsen dürfen,  weil ich dann komplett schief im Rollstuhl hängen werde. Aber ich kann zur Zeit nichts ändern. Die Rollstühle passen nicht mehr, ich spanne meinen Nacken an, sitze trotzdem schief und muss mich noch schiefer setzen um meinen Nacken wenigstens kurz zu entlasten.
Ich will das nicht mehr und ich hab auch keine Kraft mehr. Leider geht meinem Sanitätshaus nicht die Kraft aus, die schicken nach zehnmal einfach einen neuen Mitarbeiter, der uns dann wieder alles mögliche verspricht, nichts hält, nichts besser macht und wenn er die Schnauze voll hat den nächsten schickt. Ihr Arschlöcher. Ich hab nämlich die Schnauze voll. Wie sich die Deppen auch immer einschleimen, und meinen ich fall darauf rein und geb mich dann mit allem zufrieden.
"Oh du siehst aber gut aus, gehst du heute noch aus?"
"Ich glaub nicht, dass sie das was angeht."
Ekelhaft. Ekelhaft. Bei mir kann man sich nicht einschleimen. Ich bin da nicht die Frau für. Bringt mir Hundewelpen, und ich bin still. Aber kein Kompliment, kein
Geschenk, nichts kann mich davon abhalten, ein Arschloch als Arschloch zu sehen. Ich schweife ab, aber merkt euch das, liebe ekelhaften Männer und hinterfotzige Frauen.


Lange Rede, viel Sinn: Ich hab noch immer keinen passenden Rollstuhl.

Ich möchte einen Diebstahl melden: Gestohlen wurden meine Nerven und meine Geduld
Auch den Täter kenn ich: das drecks Sanitätshaus, von dem ich jedem abrate.

Mittwoch, 12. Juli 2017

up

Ich weiß nicht, ob ich es gut oder schlecht finden soll, dass die Menschen immer fauler werden.

Gut: mehr Aufzüge werden gebaut

Schlecht: gibt es irgendwo nur wenige Aufzüge, sind die immer besetzt.

Samstag, 1. Juli 2017

läuft

 Schon wieder länger nichts gepostet... schlimm mit mir...und das, wo doch jetzt mein Buch veröffentlicht ist und ich mich dazu mal äußern sollte.
Aber ich bin schon wieder mitten in der Vorbereitung auf meine nächste Klausur (am 5.7.) und die muss ich bestehen, weil die Widerholungsklausur dann ist, wenn ich schon auf Reha bin und ich da eher schlecht nachschreiben kann ^^^.
Und weil ich mich schlecht fühle, sobald ich etwas mache, das nicht mit Jura zutun habe, schreibe ich  jetzt einfach wieder bisschen was zu meinem Studium.

Ich hab ja in einem vorherigen Post erzählt, dass es mir Spaß macht. Und was sol ich sagen: das tut es auch immer noch. Sehr sogar.
Nur hatte ich Zweifel, ob ich vielleicht nicht zu dumm bin. (So wie es von vielen belächelt wurde, sobald ich gesagt hab, dass ich Jura studieren will)
Und was soll ich sagen. Bisher läuft es überraschend gut.
Generell wurde uns schon am Anfang gesagt, dass die Benotung in Jura etwas anders ist.
"Ihr wart bis jetzt immer Einserschüler, stellt euch drauf ein, dass ihr es hier nicht mehr sein werdet"
"Ihr müsst mit schlechten Noten klar kommen können"
Ich hab nur weggeschaut. Einserschülerin war ich noch nie. Schlechte Noten hatte ich in meinem leben mehr, als gute. Mit einem Lächeln denke ich da an mein Ehrenrunde in der achten Klasse zurück. Also da hatten noch alle berechtigte Zweifel, ob Abitur überhaupt möglich für mich ist.
Das beste sind 18 Punkte, unter 4 Punkte ist man durchgefallen. Wer Zweistellig in Jura schafft ist der King, wurde mir gesagt. Also ich hab mit von Anfang an auf einstellige Bewertungen eingestellt.
In meinen beiden Hausarbeiten hatte ich 7 Punkte, und war damit beide Male etwa der Durchschnitt.
Dann in der Öffenetlichen Rechts klausur lag der Durchschnitt bei 4,46. Ich hatte 9 Punkte. Was mich sehr gefreut hat, vor allem weil ich ÖRecht anfangs eigentlich nicht so Recht mochte.
Und in der ersten Zivilrechtsklausur war der Schnitt 5,3. Und ich hatte 12 Punkte. Also irgendwie läuft es bisher sehr gut und das lernen lohnt sich! Ich hatte beide Male aber auch Glück mit der Aufgabenstellung. Aber natürlich motiviert es einen und zeigt einem, dass es vielleicht wirklich die richtige Entscheidung ist.

Meine erste öffentliche Rechts Probeklausur sah da noch anders aus, da hatte ich 1 Punkt. Allerdings noch ohne Nachteilsausgleich. Genauso Zivilrecht mit 4 Punkten.

Und auch letzte Woche habe ich eine öffentliche Rechts Klausur und bin leider nicht fertig geworden( Trotz Nachteilsausgleich). Ich hoffe es hat trotzdem für 4 Punkte gereicht.

So. Jetzt mach ich mich wieder ans lernen, damit ich die Klausur nächste Woche bestehe und nicht die Reha absagen muss, oder extra für die Klausur von Stuttgart nach München und zurück fahren muss.

Donnerstag, 1. Juni 2017

Montag, 29. Mai 2017

betteln um einen Rollstuhl.

Ich bin so wütend. So unendlich wütend, ich muss jetzt etwas los werden. Eigentlich sollte ich lernen und ich wollte zudem kurz vor der Buchveröffentlichung nur "gute" Posts machen und mich so für eventuelle neue Leser von meiner besseren Seite zeigen. Aber das Leben ist kein Ponyhof, vor allem nicht im Rollstuhl und hier kommt das wahre Leben:

Seit vier Jahren. VIER JAHREN, nicht Monate, nicht Wochen nicht Tage, seit 4 Jahren! kämpfe ich um einen Rollstuhl. Ein Rollstuhl von der Kasse, der mir passt.
Die Kasse kann hierfür überhaupt gar nichts. Ok vielleicht soviel, dass sie mich nicht mein Sanitätshaus nach wunsch (Rolliworld!) aufsuchen lassen und nur das nötigste an Rollstuhl bewilligen. Aber damit käme ich klar. Mit dem nötigsten! Ein an mich angepasster Rollstuhl, oder ein besserer Rollstuhl, der mehr aushalten würde, käme wäre deutlich besser für meine Gesundheit, meine Mobilität. Aber gut. Ein nicht ganz so hochwertiger, gut angepasster (!) Rollstuhl, ist besser als der teuerste Rollstuhl, der dann nicht passt.
Und einen solchen passenden Rollstuhl habe ich. Angepasst von Rolliworld und gezahlt von meinem Geld. 2.500€. Den für mein Handbike (7500€, auch eigene Anschaffung, nur möglich durch Spendengelder) brauchte ich diesen. Und die Kasse hat den nicht gezahlt. Nun bringt ein Handbike ohne Rollstuhl nichts. Also haben wir ihn gezahlt. Und ich bin so glücklich mit dem. Der passt. Ich fühle mih wohl darin. Es ist wie laufen. Nach drei Jahren hat auch der langsam erste Abnutzungsschäden. Der Rücken hängt durch, die Bremsen werden locker, die Reifen verlieren an Grip und so weiter. Aber er ist noch immer hundert Mal besser, als das andere Problem, das ich hier zu Hause rumstehen hab. Und jetzt komm ich langsam zum eigentlichen Thema:
Ich habe einen Rollstuhl von der Kasse. Das gleiche Modell wie mein schwarzer Rollstuhl, nur zum Falten und in weiß. Und mit dem Kämpfe ich seit 3 Jahren (davor waren es noch paar andere Rollstühle, die ich hatte, um die gekämpft wurde, bis ich schließlich den hier bekommen hatte) seit drei Jahren ist dieses ************************************* Sanitätshaus nicht in der Lage mir diesen *************************** Rollstuhl anzupassen.
Wo geht das Geld hin? Zu unfähigen Sanitätshäusern, die mächtig abkassieren, für NICHTS. WARUM kann ich nicht einfach zu Rolliworld, mir da einen Stuhl anpassen lassen, von der Kasse bekommen. 3 Monate höchstens und die Sache wäre gelaufen. Ohne ständige Nachbesserungen. Ich brauche diesen Rollstuhl! Ich hab es mir nicht ausgesucht, aber jetzt bin ich darauf angewiesen. Ginge es nach dem Sanitätshaus und hätte ich meinen anderen Rollstuhl nicht, läge ich nun seit 3 Jahren im Bett. Ich weiß nicht wie sie es schaffen, aber dieser Rollstuhl passt hinten und vorne nicht. Der Typ war gerade wieder da, um ihn zum hunderstenmal"""""anzupassen""""", ich sitze seit 10 Minuten drin und mir tut alles weh. Ich muss mich konzentrieren nicht vorne überzukippen, muss meinen Kopf nach vorne ziehen, um nicht nach hinten zu fallen, die Greifreifen sind rutschig, sodass ich nicht vernünftig anschieben kann, ich sitze zu hoch, kann auch nicht anschieben und er ist verdammt sperrig. Man brauch enorme Kraft um ihn anzuschieben. Es ist anstrengend!
Da kommt der Typ, nimmt sich das Modell, sagt sitzbreite 34, fertig. Mehr wurde nicht angepasst. Vor allem denken viele, bei hochgelähmten ist es nicht so wichtig. Die sind nicht sportlich, da passt ein einfacher. BULLSHIT! Gerade weil wir so eingschränkt, noch eingeschränkter sind, zählt jeder Zentimeter! Der Rollstuhl muss perfekt passen, dass du mit der wenigen Muskultur, die du hast, stabil sitzen kannst. Damit du mit der wenigen Muskulatur, die wenige Kraft, die du hast, dich vernünftig fortbewegen kannst, ohne Schmerzen zu bekommen.
Viele vergleichen einen Rollstuhl immer mit den Schuhen. Wenn der Schuh nicht passt, kannst du nicht vernünftig laufen. Das ist falsch. Der Rollstuhl ist so viel mehr! Der ist mein Fortbewegungsmittel, meine Beine. Ohne Rollstuhl kann ich nichts. Ohne passenden Rollstuhl auch nicht. Ich hab nicht die Stabilität und die Kraft in einem nicht passenden Rollstuhl zu fahren.
Ihr denkt die Leute begehen Suizid, weil sie mt ihrer Situation nicht klar kommen, nicht mehr laufen zu können? Der Kampf mit Kassen oder in meinem Fall dem Sanitätshaus ist so viel härter und so viel ermüdender. Ich hab keine Lust mehr darauf. Es kotzt mich an. Ich will einen passenden Rollstuhl mehr nicht. Als der Typ den Rollstuhl """""""angepasst""""""" hat und ich mich reingesetzt habe und er wieder nicht gepasst hat, hab ich nur noch gesagt: "Ich habe keine Lust mehr". Hab ich nicht. Der wurde so oft angepasst, viel mehr geht nicht. Er ist halt einfach falsch gebaut. Ich will zu Rolliworld und einen passenden Rollstuhl. Muss ich für etwas betteln, das mir zustehen sollte? Danke für nichts. So. jetzt tut mir wirklich alles weh und ich heul gleich vor Wut. Ich setz mich jetzt wieder in meinen anderen Rollstuhl. Das Problem ist zusätzlich, dass ich diesen Rollstuhl jetzt ja auch nicht abnutzen kann und solange fahren, bis ich einen neuen bekomme, weil ich ganz einfach nicht damit fahren kann. Jetzt habt ihr einen Rollstuhl, der zuhause rumstehen muss, und eine Familie, die auf den Urlaub verzichtet, um sich einen anderen Rollstuhl leisten zu können. Ich hoffe ihr seid zufrieden mit euch, ihr *******************.

keine lieben Grüße an diese Menschen,
Amelie.






Sonntag, 28. Mai 2017

Büchlein

Also ich hab mein Exemplar schon:D
Und ich muss sagen, in echt sieht es nochmal besser aus. Eingebildet aber stolz.
Es ist unglaublich sich auf einem Buchcover zu sehen. Und seinen eigenen Namen darauf zu lesen. Ich kanns noch immer nicht wirklich glauben. Und vor allem bin ich gespannt wie es euch gefällt . Erscheinungsdatum ist der 1.6. aber einige haben es wohl schon und haben mir auch schon geschrieben. Meine Mutter hat es auch schon durch und meine Schwester ist dabei. Sie ist bei Kapitel vier und sagt, sie möchte nicht weiter lesen, weil sie Angst hat, dass sie zu schnell fertig ist ^^ aber sie findets sehr gut . Und wer Geschwister hat, der weiß das sind die ehrlichsten Kritiker :p