Dienstag, 11. April 2017

Wenn Leute sagen, man solle sich ein Beispiel an XY, der wollte unbedingt wieder laufen, hat hart gearbeitet und gekämpft und kann nun wieder gehen.

Ich will laufen. Ich kämpfe und arbeite. Aber wenn mir mein Rückenmark nicht mehr gibt, kann ich noch so sehr wollen und es geht nicht.

Auch wenn man etwas unbedingt will, bekommt man es nicht immer. Also ist dieser Spruch genau so Schwachsinn wie 'am Ende ist alles gut. Und wenn es nicht gut ist,.....ach sei leise.

Kommentare:

  1. Diese Ignoranz ist nur der Unwille sich damit zu beschäftigen. Denke einfach immer drann Dummheit rottest du nicht aus.

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  2. Dieses pauschale Geschwätz begegnet einem überall, Unrat unbedingt vorbeischwimmen lassen.

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  3. Hallo Amelie,

    ein Lesestück:

    http://www.newmobility.com/2014/03/high-costs-walking/

    Nach der Lektüre stellt sich die Frage, ob das Resultat Mühe und Kosten wert war.

    Und: Mehrfach wird im Artikel betont, dass es nicht zu "neurological returns" kommen muss, trotz aller Anstrengungen.

    Herzliche Grüsse,
    Manfred

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  4. Geht mir auch so.
    Ich habe ebenfalls eine nicht reversible Behinderung und kenne diese Sprüche. Man muss nur wollen ... die Medizin ist doch heutzutage so weit fortgeschritten ... in meiner Frauenzeitschrift stand was von einer tollen neuen Therapie... nur immer positiv denken und nicht aufgeben...
    Blödsinn. Manche Dinge sind einfach kaputt, wenn sie kaputt sind.
    Ich glaube, die Menschen, von denen solche Sprüche kommen, haben selbst eine große Angst vor einer dauerhaften Behinderung und können deshalb nicht akzeptieren, dass es so etwas gibt.

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