Donnerstag, 3. März 2016

na klar mach ich alles was sie wollen


„Ich glaub das ist das Beste für dich“

Gut. Schön. Geht mir ungefähr hart am Arsch vorbei was sie glauben. Aber reden sie nur weiter, während ich so tue als würde ich ihnen zuhören, in Gedanken schon zehn Schritte weiter bin und mir überlege wie ich da mit „Totschlag“ irgendwie davon komme.

 

Ganz im Ernst, ich HASSE es, von Leuten Meinungen, Ratschläge… aufgedrängt zu bekommen „was denn für mich am besten wäre“.

Wenn ich frage gerne. Aber nicht 10000 mal den gleichen scheiß und erst recht dann nicht, wenn ich schon 10001 mal gesagt habe, dass ich da anderer Meinung bin.

Jeder soll seine eigene Meinung haben, jeder soll seine Meinung äußern dürfen, tu ich auch und würd ich mir auch nie nehmen lassen. ABER niemand kann meinen mir auch nur in geringster weise irgendwas anzudrehen, wovon ich anderer Meinung bin und erst recht nicht, wenn es dabei um mich geht.

Tipps, Ratschläge, und einmal zusagen „Ich denke  es wäre besser für dich, wenn…“ ok. Sag ich nichts. (Obwohl das bei mir schon schwer ist, weil ich etwas stur bin und meine erste Antwort immer „Nein“ ist. Aber gut, kann man nichts machen.)

Aber Meinung aufdrängen und meinen zu wissen was das Beste für mich ist, mir kein Stück zuzuhören und nur an den eigenen Arsch denken (ich weiß in unserer Gesellschaft normal). Ekelhaft. Geht null!!!!!!!!

Der Freundin einer Cousine einer Tante eines Opas einer Maus eines Neffen ist das heute so passiert. Bis diese so sauer war, dass ich (oh hab ich mich wohl verschrieben, ich meinte natürlich sie) schon fast am heulen war. Und ich kann euch sagen besagt Person heult sonst nie. Aber Ungerechtigkeit ist für diese Person das schlimmste der Welt.

 

 

 

 

 

Ich treffe Entscheidungen. Und wenn was schief läuft weiß ich wenigstens wer schuld ist. Dankeschön.
Und man kann mich frech, vorlaut, ............, nennen, aber, wenn jemand scheiße zu mir ist, egal welche Position, welcher ach so hohe Rang, welches Alter, bin ich keine, die lieb nickt und zustimmt. Ganz im Gegenteil. #sorrynotsorry Ich weiß, wird mich noch oft in Schwierigkeiten bringen, denn ohne Arschkriechen kommt man heute nicht weit.
"it´s better to be hated for what you are than to be loved what your not"

Kommentare:

  1. „Ich glaub, das ist das Beste für Dich“ ist eine andere Umschreibung für "Ich respektiere Dich und Deine Meinung nicht, bevormunde Dich und mache mir keine Mühe mit Ich-Botschaften Dir Raum und Zeit für eigene Entscheidungen zu lassen". Darf ich raten? Arzt? Lehrer? Naher Verwandter? Zur eigenen Meinung zu stehen, hat nichts mit Sturheit zu tun. Nur meinen einige Menschen, dass der einfachste Weg für sie selbst auch für Dich eben das Beste sei. Und: Man muss nicht immer sofort eine Antwort, eine Ad-Hoc Lösung parat haben. Einfach "Danke!" und "Ich werde darüber nachdenken und mich bei Ihnen später melden." sagen; es beendet meist das Zugelaber.

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  2. Hallo Amelie !
    Entscheidungen zu treffen ... Das ist etwas Wesentliches, und ich bin Deiner Meinung, NUR DU triffst diese Entscheidungen, auch wenn Du vorher um Ratschläge fragst ! Und lieber etwas zu bedauern, das Du gemacht hast und den Mut dazu gehabt hast, als etwas zu bedauern, das Du nicht gemacht hast, weil Du den Mut dazu nicht gehabt hast !
    Mut wünsche ich Dir, und Erfolg ...
    Grüsse aus Frankreich
    Michel

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  3. Liebe Frau Amelie
    Aus meiner Sicht machen Sie das alles richtig. In vielen Situationen des Lebens gibt es verschiedene Blickwinkel. Weise ist, zu versuchen die verschiedenen Blickwinkel einzunehmen und dann das was für einen selbst das Beste zu übernehmen. Aus meiner Sicht ist bemerkenswert, es gibt keinen Blickwinkel der eine höhere Wertigkeit hat. Aber die Entscheidung bleibt ganz klar bei der Person deren Leben es betrifft. ich bin stolz auf Sie, dass Sie eine Meinung haben.
    viele Grüße
    KHS

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  4. Hi Amelie!

    Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Dich ein Teil Deiner Lehrer als frech oder vorlaut ansieht. Du hast einen sehr starken Charakter, musstest eine Unmenge an Lebenserfahrungen machen, die andere in ihrem ganzen Leben nicht mitbekommen und warst wahrscheinlich auch vor Deinem Unfall eher unangepasst und kritisch. Alles Eigenschaften, die den "normalen" Ablauf von was auch immer stören. Aber auch alles Eigenschaften, die Dich stark gemacht haben. Und deshalb bleibt es auch immer DEINE Entscheidung, ob Du (gut gemeinte) Ratschläge annimmst oder nicht. Wenn Du sie annimmst, hat das ebenso wenig mit Arschkriecherei zu tun, wie die Ablehnung eines Rats etwas mit Arroganz zu tun hat. Dass Du damit manchmal auch jene, die es "wirklich gut meinen" vor den Kopf stößt, bleibt nicht aus, sollte aber für beide Seiten verkraftbar sein.

    LG,
    Andreas

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  5. Moin Amelie,

    schließe mich allen meinen Vor-Schreibern an und habe eine Bitte:

    Bleib wie Du bist und lass Dich ja nicht verbiegen!

    Und zwar gerade deshalb, weil Du noch ein weiteres Thema einbringst: das des Arschkriechens, ohne das man heute nicht weit käme. Oder die Egomanen. So Leute kennt wohl jeder, negative Erfahrungen inklusive.

    Aber je weiter man im Leben kommt, desto mehr Idioten bleiben auch auf der Strecke.

    Klar ist es möglich, mit gewissen Winkelzügen in eine höhrere Position zu gelangen. Aber irgendwann ist Substanz gefragt. Denn liefern müssen am Ende alle. Da hat ein Schleimbeutel beste Chancen, schon als Teamleiter aus der Kurve zu fliegen.
    Schleimbeutel -> Verantwortung? Nope.
    Sich nach oben abzusichern funktioniert nicht mehr, wenn von unten nix kommt.

    Von da aus sind Arschkriecher ab einer gewissen Hierachiestufe ein eher kleines Problem. Wenn überhaupt.

    Dummerweise ist es aber Anfangs so, dass die Guten und die Bösen erst mal alle auf einem Haufen sind und sich die Spreu vom Weizen trennen muss.
    Das dauert ein wenig.

    Intrigen erkennen. Oder Verbündete finden. Dauert auch. Lernt man aber.

    Den Umgang mit ganz anderen Kalibern als Arschkriechern, wie z.B. unverbesserlichen ArschLÖCHERn. Lernt man auch.
    Dauert aber ebenfalls.

    Quelle für den ganzen Sermon: Eigene Erfahrung.

    Zu der gehört auch, dass viele Leute mit Ehrlichkeit, Offenheit und auch dem Mut zu Konflikten sehr sehr weit kamen.

    Ganz wichtig dabei: die eigene Aufmüpfigkeit/der eigene Charakter sollte immer mit Fachwissen/Argumenten gekoppelt sein. Immer. Ohne Ausnahme!
    "Ich finde das Scheisse..." Klappt nich.
    "Ich finde das Scheisse weil..." Schon besser.
    "...und schlage vor das..." Kann richtig gut kommen. Oder auch nicht ;-)

    Denn alle kann man einfach nicht kriegen. Einige SIND und BLEIBEN unverbesserlich und/oder denken nur an sich.
    War so. Wird immer so sein.

    Also schnapp Dir erstmal die, die Dir (!) wichtig sind.
    Und lasse zu, dass Dir einige von denen wichtig werden, von denen Du jetzt noch gar nicht weiss, dass es sie gibt.

    Dann solltest Du schwer aufzuhalten sein.

    Liebe Grüße

    Michael

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