Mittwoch, 27. Mai 2015

Gestern hab ich mal eine neue Therapie ausprobiert: Vojta.
Zwar hatte ich Vojta schon mal relativ am Anfang auf der Reha ausprobiert, aber irgendwie hat das ganze zu dem Zeitpunkt noch nicht so angeschlagen, bzw mir noch nicht wirklich zugesagt.
Jedenfalls hab ich's gestern noch einmal in einer Praxis bei uns in der Nähe ausprobiert und ich bin wirklich positiv überrascht, wie gut es diesmal funktioniert hat.
Weil wahrscheinlich keiner weiß wovon ich gerade rede, versuch ich mal zu erklären was gestern mit mir gemacht wurde... (oder ihr googelt einfach "Vojta" :D):
Allgemein zu Vojta:
Bei der Vojta-Therapie werden ganz allgemein mal durch verschiedene Druckpunkte am Körper bestimmte Reflexe ausgelöst. Frühkindliche Reflexe (wie ich das verstanden hab) weswegen Vojta hauptsächlich bei Babys angewandt wird.
Diese Druckpunkte stehen in direkter Verbindung mit dem zentralen Nervensystem.
"Durch Erregung und Aktivierung des ZNS werden angeborene zentrale oder spinale Programme angesprochen und "ruhende" oder "blockierte" motorische Fähigkeiten geweckt oder in ihrer Entwicklung gefördert."
"Durch gezielten Reiz (Periost- oder Muskeldehnungsreize) an definierten Auslösezonen an Extremitäten und Rumpf, auch Triggerpunkte oder Druckpunkte genannt, werden die natürlichen Unterstützungspunkte des Körpers stimuliert und die automatischen motorischen Basismuster wie das Reflexkriechen und das Reflexumdrehen ausgelöst."
Heißt also, dass durch die Vojta-Therapie versucht wird, wieder "bekannte" Bewegungsmuster zu erlernen. (Hoffe mal ich hab euch jetzt keinen Quatsch erzählt. Verbessert mich, wenn's so ist)

Bei meiner Therapie gestern hab ich mich auf den Bauch gelegt und musste die Arme und den Kopf in eine bestimmte Position bringen und halten. Anschließend hat meine Therapeutin eben diese bestimmten Punkte (Bei mir gestern: Schulterblatt, Ellenbogen und Ferse) gedrückt und sofort hat sich mein ganzer Rücken angespannt. Das ging wirklich wie so eine Welle durch den ganzen Körper. Und nicht nur die Muskeln, die ich selbstständig anspannen kann, haben sich angespannt, sondern auch die, die von der Lähmung betroffen sind.
Ich wird das auf jeden Fall weiter machen und hoffe, dass die Kasse das übernimmt. War wirklich sehr, sehr gut.

1 Kommentar:

  1. Hallo Amelie,
    Vojta ist mit Abstand das beste was du machen sollst und wenn es geht 3-5 mal die Woche,
    ich bin durch Zufall auf den Artikel in der SZ gestoßen, ich selbst, männlich 50 Jahre jung, hatte in 2012 eine spinale Ischämie (Rückenmarksinfarkt) TH10,Para und bezeichne es heute mal einen "inkompletten Querschnitt", obwohl der Anfang das all inklusive Programm wie bei allen beinhaltet.
    Ich werde mich kurz fassen und wollte erstmal nur auf die Vojta Therapie eingehen die du ich will hoffen noch immer machst denn ich habe diese Therapie seit 2012 noch immer 3 mal die Woche und hilft super.
    Ich melde mich mit meinen anderen Erfahrungen unter den gegebenen Posts wieder.
    Lg Markus

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