Mittwoch, 17. Februar 2016

:*

Unter meinem Aufsatz mal wieder ein trauriger smiley.
Und jetzt, ich zitiere: "Du hast mal wieder alles falsch gemacht was man falsch machen kann"
Motivierend ;))))

Ich habe mehr als ein Jahr geübt mit der Hand zu schreiben. Angefangen hab ich nach 4 Monaten mit schreibhilfen, Stifthaltern und mit riesigen Schnörkeln.
Ich klemme mir den Stift zwischen die Finger und schreib so aus der Schulter.
Kein Lehrer hat Probleme und loben mich oft. In meinem Lieblingsfach steht immer wieder "Schrift?!". Ganz ehrlich....ohne Worte. Ich würde echt nichts sagen, wenn meine Schrift wirklich hässlich/ unleserlich wäre, aber ist sie halt einfach nicht. Und das sagen nicht nur meine Eltern. In Kunst hab ich auch ein Bild gemalt (40 von 40 Punkten), das im Jahresbericht abgebildet wurde. Gut hat wenig mit Schrift zu tun, aber verdeutlicht vielleicht etwas, wies um meine Geschicklichkeit mit den Händen steht. (Außerdem wollte ich schon immer mal damit angeben und jetzt hats wenigstens ein bisschen gepasst ^^) Auf jeden Fall hat sich sonst noch nie jemand über meine Schrift beschwert.
Ich hab die Möglichkeit mit dem Laptop zu schreiben, aber da bin ich ungefähr 1000x langsamer als mit der Hand.

Wollte das eigentlich erst nach dem Abi schreiben, aber musste ich jz los werden. Nach dem Abi mehr. Aber noch sitze ich am kürzeren Hebel und mit meiner ehrlichen, vielleicht etwas "aufmüpfigen" Art bin ich eh am Arsch...

Kommentare:

  1. Da fehlen einem die Worte. Der Mann (?) hat aber schon einen Knall, oder ist der nur völlig blind???!!! Das ist einer der (wenigen) Anlässe, wenn ich es absolut verstehe, dass man nach dem Abi noch reinen Tisch macht und das bis dahin Runtergeschluckte dem Gegenüber nochmal reinreibt...
    Bis dahin *taschentuch reich*: Mund abputzen und weitermachen! Stark genug bist Du dafür auf jeden Fall!
    LG,
    A.

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  2. Schade dass es solche Lehrer gibt. Lass dich nicht unterkriegen, es sind nur noch wenige Wochen...

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  3. Finde ich echt schade, dass du so einen Kommentar dazu erhalten hast. Klingt auch irgendwie total unprofessionell. Ich kann mich nicht erinnern soetwas schon einmal unter einer Arbeit gesehen zu haben und ich habe bereits wirklich grauenhafte Arbeiten gesehen. In der Abiprüfung wirds bestimmt besser. Wenn ich mich recht erinnete, muss da sowieso noch ein zweiter Lehrer draufschauen. Das wird also schon werden. Also einfach hinfallen-aufstehen-Krone richten-weitermachen...

    Grüße
    Florian

    P.S. Sollte es in irgendeiner Weise (oder einem bestimmten Themengebiet) in Mathe hapern, kannst du ja zu uns kommen.

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  4. Hallo Amelie,
    laß dir nichts gefallen! Sag dem schlauen Lehrer doch mal er soll mit der linken Hand schreiben! So ein Arsc.....! Laß dich von solchen Leuten nicht aus der Bahn werfen.

    LG Xare

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  5. Sag ihm einfach, dass du schon für deine Zeit als Ärztin übst. Meine Schrift war und ist auch scheiße, allerdings hatte ich nicht so eine gute Ausrede wie du. ;)
    Trotzdem ist aus mir noch was geworden. Und da du dir ja noch nicht sicher bist, was du machen möchtest, kann ich dir die IT Branche nur wärmstens empfehlen. Es interessiert keine Sau, wie dein Schriftbild ist, weil du ohnehin nur am Computer arbeitest und Softwarefirmen, wie zum Beispiel SAP, sind sehr gut auf Menschen mit Behinderungen vorbereitet.


    Gruß,
    Johannes

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  6. Hallo Frau Amelie,
    leider ist auch meine Erfahrung, dass die psychologische Ausbildung bei Lehrkräften viel zu kurz kommt. Schade, wieder so ein Hackstock der auf die Kinder und Jugendlichen los darf obwohl er wohl mit sich selbst nicht im reinen ist.
    Liebe Grüße
    KHS

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    1. Ja, die psychologische Ausbildung gerade bei Gymnasiallehrkräften ist ein Witz, und mit der Pädagogik ist's nicht viel besser. In SO einem Fall fürchte ich allerdings, dass auch mehr pädagogisch-psychologische Bildung nichts gebracht hätte. Das klingt eher nach absolutem empathischem Tiefpunkt...

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  7. Moin Amelie

    als ich das gestern zum ersten Mal gelesen habe, war ich erst mal sprachlos. Habe mir, was die "Schrift"-Kommentare betrifft, aber überlegt ob Dein Lehrer überhaupt begreift, dass Du aus der Schulter schreibst. Je besser man das kann, desto weniger fällt es auf. Aber selbst wenn er das nicht weiss oder verdrängt hat: Wenn die Äussere Form eines Aufsatzes oder einer Arbeit derart schlecht ist, dass Punkteabzug bie der Abi-Klausur droht, dann wird da expressis verbis drauf hingewiesen! Aber nicht durch so ein windelweiches "Schrift?!" was in diesem Fall nichts weiter ausdrückt das das Unvermögen des Pädagogen.
    Sprich das einfach mal an und sage auch, dass Dich das verletzt. Gehe davon aus, das die Lehrkraft da den Fehler einsieht.
    Was gar nicht geht ist der Kommentar unter dem Aufsatz: "Wieder mal" heißt ja dass man Dir unterstellt, dass Du es nicht begreifst und "alles falsch" ist natürlich weitaus zu global. Hast Du irgendwo den Hebel falsch angesetzt, dann ist es der gottverdammte Job des Paukers, Dir zu erklären wo und vor allem - warum! Denn die Sichtweisen, wie ein Text auseinanderzunehmen und zu beurteilen ist, sind durchaus verschieden.
    Das Einzige, das Dir hier bleibt, ist in der Tat Demotivation und ich kann Deine Stimmung gut verstehen.
    An Deiner Stelle würde ich ihn - oder sie - aber wirklich konkret drauf ansprechen. Gerade der Lehrkraft sollte die Chance genommen werden, seine Vorurteile weiter zu pflegen. Falls es da zu keiner Einsicht kommt, würde ich auch durchaus Rat beim Vertrauenslehrer oder beim Direktor suchen.
    Und sollte das Ganze sich dann in beiderseitigem Einvernehmen klären lassen, gehst Du auch motivierter in die Klausuren -> Mehr Punkte.

    Ganz liebe Grüße

    Michael

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  8. Da scheint ja einiges im Argen zu sein, dass ich an Deiner Stelle nicht auf sich beruhen lassen würde. Meist werden die Dinge dadurch nämlich nicht besser, sondern gegenseitige Eindrücke und schlechte Noten manifestieren sich nur.

    Du schilderst zwei unterschiedliche Dinge.
    Der Satz unter Deinem Aufsatz "Du hast mal wieder alles falsch gemacht was man falsch machen kann" ist ganz sicher unhöflich und vor allem für eine Lehrkraft unprofessionell, weil unmotivierend. Er entspricht auch nicht dem Bildungsauftrag der Schule (egal, um welche Schulform es sich handelt). Das weiß jeder Schulleiter und jeder Lehrer und um das zu erkennen, muss man  nicht Pädagogik studiert haben.

    Vielleicht war Dein Aufsatz ja richtig schlecht, am Thema vorbei oder sonstwie einfach daneben (was ja immer mal passieren kann). Nur, mit der Formulierung ¨wieder alles falsch gemacht was man falsch machen kann¨ sagt Dir dieser Lehrer nicht nur, dass Dein Aufsatz schlecht ist, sondern vermittelt auch ganz klar, was er für einen Eindruck von Dir und Deinen Fähigkeiten hat. Das deutet für mich darauf hin, dass er ein Problem mit Dir hat - was zwar nicht Deines ist, aber eben schnell Deines werden kann.

    Die zweite - von diesem jede Höflichkeit unterbietenden Satz des Lehrers scheinbar unabhängige - Sache, dass der Lehrer ¨Schrift?!¨ an den Rand schreibt, weil er offensichtlich Deine Handschrift nicht lesen kann, passt zur Situation. Selbst, wenn man ihm jetzt zu Gute hält, dass er verdrängt oder vergessen hat, dass Du mit sehr viel Anstrengung aus der Schulter schreibst, weiß er um Deine (offensichtliche) Körperbehinderung, und man muss nicht Gymnasialstudienrat sein, um zu erkennen, dass lange, handschriftliche Aufsätze für Dich einfach kräftezehrender sind. Da maßregelt er Dich dann noch wegen der Handschrift. Siehste, schreiben kannste zu dem, dass Du alles falsch machst, auch nicht deutlich (/Ironie).

    Da der destruktive Satz unter Deinem Aufsatz schon harter Tobak ist, würde ich die Sache nicht auf sich beruhen lassen. Es geht hier nicht um inhaltliche Dinge, sondern um den bewertenden Eindruck eines Lehrers von einer Schülerin. Da reicht es auch nicht, wenn Du nur persönlich mit ihm sprichst, sondern das ist Thema für eine größere Gesprächsrunde, eine (Klassen-)Konferenz, an der alle Deine Lehrer, der Schulleiter, ein Schülersprecher, Deine Eltern und Du selbst teilnehmen. Dann kann der Lehrer ja allen erklären, was er mit ¨mal wieder alles¨ meint und welchen konkreten Nutzen Du aus seiner vernichtenden Rückmeldung zu Deiner Leistung zur Leistungsverberbesserung ziehen kannst. Du kannst dann allen noch einmal erklären, wie Du eigentlich genau schreibst (mit der Schulter) und welche Anstrengung es bedeutet. Wichtig ist, dass ein Schülervertreter, Deine Eltern (auch, wenn Du schon über 18 bist) und - sofern es so etwas gibt - jemand vom Sozialdienst dabei ist. Du weißt ja nie, wie sich so ein Gespräch entwickelt und schnell entsteht die Situtation Schüler und eine Handvoll Lehrer, die zusammen halten (auch, wenn Du im Alltag mit den anderen super auskommst, aber, eine Krähe...). Falls keiner so eine Konferenz/Gesprächsrunde einberufen will (nach dem Motto ¨Nimm das nicht so ernst, und klär das mal erst mit dem Lehrer selbst...¨), sind Schülervertretung, Eltern und Elternvertretung immer in diesen Angelegenheiten hilfreich (denen kann man es nämlich nicht so einfach ablehnen).

    Da scheint eine Lehrkraft am Werk zu sein, die dringend ein Korrektiv braucht. Unternimmst Du nichts, kann es sein, dass er andere Lehrkräfte auf seine Seite zieht, um sein pädagogisches Unvermögen zu kaschieren.

    Viel Erfolg bei allem!

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